Die Herausforderungen

Die Möglichkeiten

„Wenn sich Dein wirkliches, müheloses, freudiges Wesen realisiert, steht es nicht im Widerspruch zu den gewöhnlichen Aktivitäten des Lebens.“ (1)

Natürlich wird immer der Mensch begleitet und mit seinem Wunsch nach Veränderung gearbeitet; Anlass der Therapie ist eine Krankheit oder eine seelische Störung.

Auf allen Ebenen kann das Ziel der gemeinsamen Arbeit festgelegt werden:

  • Symptombehandlung („Ich möchte nicht mehr rauchen“, „Die Schmerzen sollen weg sein“, „Wenn ich doch nur mal wieder eine Nacht durchschlafen könnte!“),

  • Ich-Stärkung (Ich möchte mir einfach nicht mehr alles gefallen lassen!“, „Ich traue mir immer zu wenig zu!“, „Wenn ich nur die Kraft hätte, mich meinen Ängsten zu stellen!“),

  • Transzendenz („Meine Leben soll einen Sinn haben.“, „Ich wünsche so sehr, dass das Leid dieses Welt aufhören kann.“, „Ich möchte herausfinden, was wirklich wichtig ist.“, „Ich will wissen, wer ich als Mensch eigentlich bin, wo liegt mein Potential.“, „Was ist Liebe/ Weisheit/ Gott/ Gnade/ Das höhere Selbst/ die Buddha-Natur . . .“, oder wie auch immer Sie es nennen).

Vier Ebenen

Wir sehen uns – oft gleichzeitig - verschiedenen Herausforderungen gegenüber gestellt: Sie haben vielleicht Schmerzen und erleben körperliche Einschränkungen, Verspannungen. Auf dieser Ebene werden Atemübungen, Körperwahrnehmung, Imagination u.ä. lösend sein, auch Medikamente sind nützlich. Ist das Symptom auf der seelischen Ebene, wird die Wahrnehmung und das Erleben des Emotionalen den Schlüssel geben. Im Geistigen hat der Mensch ein Sinnstreben, möchte verstehen. Er möchte sich „verwirklichen“, vielleicht in den Dienst von etwas Höherem stellen, gestalten oder sich hingeben können; das Menschliche erlangen, sucht Selbst- Erkenntnis.

Immer ist der Mensch auch ein soziales Wesen. Hier zeigen sich Splitter und Balken in eigenen und fremden Augen. Eine besondere Herausforderung, der man sich gut gemeinsam, z.B. in der Gruppenarbeit stellen kann.

Henne und Ei

Im Folgenden werde ich verschiedene Störungsbilder darstellen. Ich habe sie den verschiedenen Bereichen zugeordnet, dorthin, wo sich die Störung zeigt. Zur Kausalität ist damit nichts gesagt.
So beschreiben die Begriffe „psychosomatisch“ und „somatopsychisch“ eher eine zeitliche als eine ursächliche Reihenfolge: Also, bei dem ersten Begriff wird beschrieben, dass zuerst eine (nicht beachtete) seelische Belastung da war, die sich dann körperlich manifestiert hat.

(Siehe auch „die menschliche Seele, psychosomatisch“ und „der menschliche Körper „das ist psychisch!““)

Niemand wird heute noch in Abrede stellen, dass sich die körperliche, die emotionale, die mentale und die soziale Ebene vielfältig beeinflussen. Was jedoch zuerst da war, wird wohl hier ebenso wenig zu beantworten sein, wie bei dieser Frage bezüglich Henne oder Ei.